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Benny: „Wenn Reaktion in Minutenschnelle das Überleben bedeuten kann…“

FSJler im Bereich ASB-Hausnotruf

Mein Name ist Benjamin, aber meine Freunde und Arbeitskollegen nennen mich Benny. Ich bin 23 Jahre alt und mache ein FSJ beim Arbeiter-Samariter-Bund in Düsseldorf. Nachdem ich meine Ausbildung aus finanziellen Gründen nicht beenden konnte, wusste ich erstmal nicht so recht, was ich machen sollte. Da kam mir die Idee. Da ich mal vor meiner Ausbildung im organisatorischen Bereich im Kirchdienst tätig war, wusste ich, dass ich statt Zivi ein Freiwilliges Soziales Jahr machen kann.

Da kam die nächste Hürde: „Wo mache ich mein FSJ?“ Durch Zufall erzählte ich es einem Bekannten, der mir sagte, dass sein Sohn beim ASB tätig sei und ich da mal anfragen solle – was ich dann auch tat. Die Antwort kam prompt, ich wurde zu einem Gespräch beim ASB eingeladen. Meine Bewerbung und mein Bewerbungsgespräch wurden akzeptiert, ich durfte mir die Stelle ansehen und nahm sie an.

In der ersten Woche, es war 7 Uhr, lernte ich die Einsatzstelle kennen und durfte dann meinen Kollegen in der Einsatzleitzentrale im Bereich Hausnotruf unter die Arme greifen. Ichwar mir sehr unsicher, ob ich alles richtig mache, doch ich bekam Unterstützung von allen Seiten. Die meisten Menschen, die einen Hausnotruf besitzen, sind ältere Menschen, die sich nur eins wünschen: `Ich will zuhause leben.` Auch wenn sie alleinstehend und gebrechlich sind, die gewohnten vier Wände will kaum einer gegen einen Platz im Altersheim eintauschen. Unsere Einsatzleitzentrale besteht hauptsächlich aus jüngeren Kollegen im Alter von 20 bis 23 Jahren.

Zuvor fragte ich mich natürlich, was das für Patienten sind, die diesen Hausnotruf benötigen und unsere Hilfe in Anspruch nehmen. Was passiert, wenn ein älterer Mensch in der Badewanne ausrutscht? Wie kann sich der Rollstuhlfahrer helfen, wenn er auf den Boden gefallen ist? Was machen ein Lebensmittel-Allergiker oder eine Diabetikerin, wenn sie einen Anfall haben – aber niemand in Reich- oder Rufweite ist? Da, wo Reaktion in Minutenschnelle das Überleben bedeuten kann, hilft ein Handsender und eine Empfangsstation. Den kleinen Sender kann sich jeder um den Hals hängen. Ein Knopfdruck auf das kleine Ding löst eine Kette an Reaktionen aus: Der Notruf geht direkt in die ASB-Zentrale nach Köln; die Zentrale spricht mit dem Teilnehmer bzw. Kunden; umgehend bekommen wir nach Düsseldorf eine Nachricht gesendet mit den nötigen Informationen. Dort sind die Daten des Kunden gespeichert, seine Krankheitsgeschichte und die Schlüsselnummer. Jeder unserer Kunden hat seine eigene Schlüsselnummer, damit wir wissen, zu wem welcher Schlüssel gehört. Unverzüglich nachdem die Meldung eingegangen ist, verlasse ich die Zentrale, fahre zum Kunden und helfe.

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