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„Nach meiner Schulzeit war die Frage: Was soll ich machen?"

Gerrit, FSJler im Bereich Hausnotruf beim ASB

Noch während meiner Schulzeit tat sich nach Erhalt meines Musterungsbescheids die Frage auf: „Was soll ich machen?“ Für mich war ziemlich schnell klar, dass ich nicht zur Bundeswehr gehen möchte. Ich informierte mich im Internet über mögliche Tätigkeiten und bewarb mich schließlich für eine Stelle beim Arbeiter-Samariter-Bund. Hier sollte ich im Bereich Hausnotruf tätig sein. Mein zukünftiger Chef zeigte mir die Dienststelle sowie die Fahrzeuge und erklärte mir die Tätigkeiten, die ich übernehmen würde. Nachdem ich mir ein Bild gemacht hatte und nach einiger Überlegungszeit willigte ich ein und unterschrieb den Arbeitsvertrag. Das schlagende Argument war hierbei für mich, dass ich keinen „Leerlauf“ von drei Monaten haben würde, wie es beim Zivildienst der Fall wäre, und mich somit nahtlos meiner weiteren Aus- und Weiterbildung widmen könne. Obwohl ich etwas weniger Geld als beim Zivildienst bekommen würde, konnte ich mit meiner Entscheidung für das FSJ gut leben.

Bei meiner Tätigkeit im Hausnotruf hatte ich viel Freizeit, da ich im Durchschnitt nur acht Schichten im Monat hatte. Das hatte aber natürlich auch Schattenseiten, denn eine Schicht dauerte ganze zwölf Stunden, und es gab Tag- und Nachtschichten. Auch an Wochenenden und Feiertagen muss gearbeitet werden, denn die Stelle ist 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr besetzt. Wenn keine Arbeit anfiel oder man keine Einsätze bekam, konnte man sich im Aufenthaltsraum beschäftigen. Hier hatte ich einen Fernseher und einen Internetzugang sowie für die Nachtschichten natürlich auch ein Bett zur Verfügung. Auch die Lehrgänge, die Pflicht für den FSJler sind, waren immer eine Bereicherung. Dort lernte ich z. B. mehr über meine Rechte als FSJler oder hilfreiches Wissen für meinen Arbeitsalltag kennen. Auch hier kam die Freizeit und der Austausch mit FSJlern von anderen Dienststellen oder Tätigkeitsbereichen nie zu kurz. Ich würde ein Freiwilliges Soziales Jahr generell weiterempfehlen, kann das aber natürlich nur für meine Tätigkeit und meine Dienststelle tun. Mit dieser war ich sehr zufrieden und würde daher jedem, der sich zwischen Zivildienst und FSJ entscheiden muss, zu einem FSJ raten.

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